1.  Gutachter-Auswahlverfahren:

 

Oder wie es die regierende KZV-Fraktion in dieser Sache mit der Kollegialität und der Transparenz in der demokratischen Selbstverwaltung hält

 

 

 

Wie und nach welchen Kriterien werden Gutachter ausgewählt? – Dies dürfte viele Kolleginnen und Kollegen interessieren, mehr denn je, da mit diesen Posten Privilegien verbunden sind, die bei zunehmendem Wettbewerb wirtschaftlich von erheblicher Bedeutung sind.

 

Seit nunmehr gut 12 Jahren wird versucht, das Prozedere des Kassen-Gutachter-Auswahlverfahrens zu klären mit bisher mässigem Erfolg! Die sehr spärlichen Informationen des KZV-Vorstandes sind dahingehend, dass von einer Kandidatenliste der amtierende Verwaltungsstellenleiter  Kollegen auswählt, diese dem Vorstand vorschlägt, die dann der Vorstand, soweit keine Vorbehalte vonseiten der Kassen vorliegen, für eine Legislatur bestimmt. Wie jedoch die Interessenten auf diese Auswahlliste kommen und nach welchen Gesichtspunkten sie ausgewählt werden, ist nicht herauszufinden.

 

Der KZV-Vorstand betont aber, dass „jeder niedergelassene Kollege (Kollegin ?) unabhängig von standespolitischer Tätigkeit und Zugehörigkeit zum Gutachter befähigt und geeignet ist“! Es fällt jedoch auf, dass über mehrere Legislaturperioden hinweg fast ausschließlich immer wieder dieselben Kollegen  diese Ämter innehaben, obwohl nachweislich auch genügend  andere Kolleginnen und Kollegen an dieser Tätigkeit interessiert sind und zur Verfügung stehen.

 

Der KZV-Vorstand stellt auch fest, dass die Gutachtertätigkeit eine rein fachlich-sachliche ist und keine standespolitische. – Sieht man die Gutachterlisten der vergangenen Perioden durch, drängt sich der Verdacht auf, dass aber fast ausschließlich nach standespolitischen Gesichtspunkten ausgewählt wird.

 

Dies halten wir von der Gruppe Freier Zahnärzte  für einen unhaltbaren Zustand. Darum hat einer unserer Delegierten in der Vertreterversammlung am 24.11.2001 den Antrag gestellt, endlich ein transparentes, für alle Kolleginnen und Kollegen zugängliches, frei von standespolitischer Tätigkeit und Zugehörigkeit, nachvollziehbares und nachprüfbares Gutachter-Auswahlverfahren zu schaffen. Dies wurde von der regierenden KZV-Fraktion ohne plausible Begründung abgelehnt.

 

Gutachter genießen in unserem Klientel eine besondere Wertschätzung, sie gelten schlechthin als besonders „gute“ Zahnärzte. So können sie sich über Jahre, gar Jahrzehnte, unseres Erachtens vollkommen ungerechtfertigt, erhebliche Marktvorteile sichern, besonders bedeutungsvoll im ZE-Bereich, und das bei immer enger werdenden Märkten.

 

Wir von der  Gruppe Freier Zahnärzte sind der Auffassung, dass dieses unkollegiale und undemokratische Auswahlprozedere umgehend geändert werden muß, damit alle interessierten Kolleginnen und Kollegen eine faire Chance bekommen,  in den Genuss einer solchen privilegierten Tätigkeit für eine gewisse Zeit zu kommen.

 

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

 

Schreiben Sie uns:  Gruppe Freier Zahnärzte, Friedrichstr. 17, 40217 Düsseldorf,

senden Sie uns ein Fax ( 0211 - 37 90 12 ) oder e-mail:  gfz@nexgo.de

 

 

 

 

 

2.  Rheinisches Zahnärzteblatt:

 

 

Eitel Sonnenschein in der Standespolitik ?!

 

 

- oder Friede, Freude, Eierkuchen, alles paletti in den Standesparlamenten, so jedenfalls ist man geneigt zu glauben, durchblättert man den gut bebilderten politischen Teil des Rheinischen Zahnärzteblattes. Nur einhellig freundliche und ganz und gar kollegiale Eintracht. Da gibt es offenbar nur Freiverbändler, die den Gang ans Rednerpult wagen und deren Beiträge anerkennend gewürdigt werden. Und die Anträge, selbstverständlich nur von Freiverbändlern, werden genauso selbstverständlich unter großem Beifall genehmigt. Verirrt sich doch tatsächlich einmal ein Oppositioneller, denn auch die soll es geben, in die Bilderserie der Redner, so erfährt sein Beitrag despektierliche Kommentierungen wie „zur Verblüffung vieler Delegierter...“ als wäre sein Vorschlag das Absurdeste überhaupt (RZB Nr.1 - Januar 2002).


 

Wo stecken denn die vielen anderen Delegierten der anderen politischen Gruppierungen?  Nicht wenige Kolleginnen und Kollegen haben sie doch in die Parlamente gewählt ! – In der Tat sie sind da und debattieren aktiv und streitig. Auch sie stellen ihre Anträge ! – Doch davon erfährt der RZB-Leser nichts oder so gut wie nichts. Wer meinte, das Rheinische Zahnärzteblatt, für uns alle, von uns allen finanziert, würde im standespolitischen Teil einen ausgewogenen, gerechten, unparteiischen Überblick über die Aktivitäten in unseren Standesparlamenten geben, der sieht sich enttäuscht. Da werden fast ausschließlich nur die Delegierten des freien Verbandes ins rechte Bild gesetzt, am bestens gleich mehrfach in wechselnder Kombination und anerkennend in geradezu epischer Breite wird über ihre „Wohltaten“ berichtet. Die anderen, die Nicht-Freiverbändler werden quasi gar nicht zur Kenntnis genommen. Eine erhebliche Schieflage! – Dies verwundert jedoch kaum, blättert man zum Impressum des RZBs:  Die Redaktion, ausschließlich in Händen des freien Verbandes – also quasi ein Sprachrohr des freien Verbandes, finanziert aber von uns allen!

 

Verehrte Kolleginnen und Kollegen, seinen Sie versichert, die Realität in unseren Parlamenten ist eine ganz andere. Da wird wirklich vehement und kontrovers debattiert, so wie es zu der Kultur einer parlamentarischen Demokratie gehört. - Und genau dieses muss auch im Rheinischen Zahnärzteblatt vermittelt werden, soll es als ausgewogen und unparteiisch gelten. Hier sollen und müssen sich alle politischen Gruppierungen präsentieren und ihre Aktivitäten, ihre Anträge darlegen können. Die Kollegenschaft hat ein Recht darauf, dieses zu erfahren.

 

So jedenfalls sehen wir es von der Gruppe Freier Zahnärzte

 

 

 Sagen Sie uns Ihre Meinung!

 

Schreiben Sie uns:  Gruppe Freier Zahnärzte, Friedrichstr. 17, 40217 Düsseldorf,

senden Sie uns ein Fax ( 0211 - 37 90 12 ) oder e-mail:  gfz@nexgo.de